Hauptseite | Wetterwerte | Technik | Webcam Thun | Berner Webcams | Wetterwerte Kanton/CH | Infos/Kontakt | Service

18 Dezember 10 - 12:15Früher und kräftiger Wintereinbruch

Der Winter hat sich im Jahr 2010 früh mit einer gehörigen Ladung Schnee zu Wort gemeldet. Der Schneefall setzte in Muri b. Bern am 25.11.2010 ein. Dabei lag die Temperatur bereits unter dem Gefrierpunkt. Am 27.11. lagen dann spätabends 17 cm schönster Pulverschnee nachem es an diesem Tag erneut schneite.

Schnee am 27.11.2010

Schnee

 

Schnee in der Nacht

Schnee

Am nächsten Morgen präsentierte sich die Landschaft ganz in Weiss.

Schnee

Verschneiter Teich

Vögel fressen Äpfel

 

Auf dem Zaun hockend

 

Es folgten dann ein paar Tage ruhigeres Winterwetter mit zwischendurch Sonne aber auch immer wieder mal etwas Schnee. Die Temperatur blieb mehrheitlich unter dem Gefrierpunkt, ging jedoch auch mal kurz darüber. Der Schnee sackte wieder bis auf 10 cm zusammen.

Aufhellungen mit Schneeschauern

 

Die nächste grosse Ladung Schnee folgte dann auf den Monatswechsel am 1.12.2010. Die Schneedecke wuchs bis am Abend auf 26 cm an was den Höchststand dieser Schneephase bedeutet.Am nächsten Tag präsentierte sich die Landschaft tief verschneit. Die Sonne zeigte sich und zauberte eine wunderschöne Märchenlandschaft hervor.

Schnee

Schnee

Schnee und Sonne

 

Darauf folgte kaltes Winterwetter. Die Temperatur am 3.12. am Morgen war dank klarem Himmel mit -13.7 °C die bisher tiefste dieses Winters.

Kalte Nacht

Der folgende Tag präsentierte sich wieder mit Sonnenschein, der den Schnee zum glänzen brachte.

Schnee

Schnee an der Aare

 

Tief verschneit

 

Schnee Kappe

 

Bauernhaus

 

Bis am 5.12. sackte die Schneedecke auf 17 cm zusammen. Dabei wurde der Schnee auch von unten durch den immer noch recht warmen Boden weggeschmolzen. Das zeigte sich deutlich daran, dass auf isolierendem langem Gras oder Gestrüpp der Schnee noch deutlich höher lag. Am Abend setzte dann erneut Schneefall ein. Die Schneehöhe steig dann noch auf etwa 24 cm an, ehe in der Nacht der Schneefall in Regen überging. In der Höhe wurde es deutlich milder, während hier noch ein Kaltluftsee liegen blieb. So regnete es trotz immer noch leicht negativen Temperaturen. Am Morgen des Klausentags lagen noch 22 cm und die Temperatur überstieg den Gefrierpunkt. Bei weiterhin teils intensivem Regen schmolz der Schnee dahin. Nach Ende der Niederschläge am Abend folgte ruhigeres Wetter mit nur noch wenig Regen, ehe am Abend des 8.12. intensiver Regen das Schicksal des letzen verbliebenen Schnees endgültig besiegelte. Bei bis zu 10 °C wurde sämtlicher Schnee davongeschwemmt, so dass am Morgen des 9.12. nichts mehr übrig war.

Die Niederschlagsmenge von 49 mm in der Periode vom 5.12. bis 9.12. ist beachtlich, besonders für einen Dezember. Das Ereignis vom 1.12. brachte auch schon 10 mm Niederschlag. Zusammen mit der Schneeschmelze führte das in ein paar Gewässern zu Hochwasser und auch die Aare präsentierte sich braun.

Schnehöhe Anfang Winter 2010

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

04 Dezember 10 - 10:36Ausgeglichener Herbst

Der diesjährige Herbst war im Mittelland eher zu mild, in den Bergen zu kühl. September und Oktober zeichneten sich im Mittelland durch durchschnittliche Temperaturen aus, an einzelen Orten war es leicht zu kühl. In den Bergen war das Kältedefizit mit 1-2 °C etwas grösser. Der November war im Mittelland zu warm. Der Überschuss betrug gem. Meteoschweiz in den tieferen Lagen bis zu 2 °C. In den Bergen war auch dieser Monat zu kalt.

Was diesen Herbst selten war, waren die ausgeprägten Inversionslagen mit Hochnebel. Statt oben warm und unten kalt war es dieses Jahr oft umgekehrt. Das erklärt den Überschuss im Mittelland und die zu kühle Witterung in den Bergen

In Muri entsprachen die Temperaturen im Septemper und Oktober ziemlich genau dem langjährigen Durchschnitt, der November hingegen war 1.6 °C zu warm.

September und Oktober waren auch teilweise deutlich zu trocken, vor allem in der Westschweiz. In den zentralen und östlichen Voralpen und ganz im Süden gab es hingegen auch Überschüsse. Der November hingegen war im Westen ausgeglichen, im Osten leicht zu trocken. Deutliche Überschüsse waren im Tessin zu verzeichnen mit mehr als dem doppelten des üblichen Monatsniederschlags.

Die Besonnung im Flachland lag leicht über dem Schnitt, in den Bergen hingegen teilweise deutlich unterdurchschnittlich. Auch das passt gut zu den fehlenden stabilen Inversionslagen mit Hochnebel.

- Wetter - ein Kommentar / Keine Trackbacks - §

30 September 10 - 19:51Neuer Webcamzeitraffer und Bilderarchiv

Der Zeitraffer und das Archiv für die Webcambilder der Webcam der KVA Thun wurde komplett überarbeitet. Die Bilder sind nun seit dem Tag der Inbetriebnahme der Webcam im 2006 abrufbar. Ein paar Funktionen sind gleich geblieben, es sind aber auch viele neue dazugekommen. Die Auswahl eines Einzelbildes wurde vereinfacht und es kann auch wesentlich einfacher als früher gespeichert werden. Zudem sind auch Filme generierbar die heruntergeladen und lokal gespeichert werden können. Die automatisch generierten Zeitraffer-Tagesfilme stehen vorerst weiterhin zusätzlich zur Verfügung.

Das Skript wird demnächst auch als Shareware verfügbar sein.

Direkt zum Zeitraffer und Archiv der Webcam Thun

- Allgemein - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

05 August 10 - 19:50Juli 2010 deutlich zu warm und viel zu trocken

Der Juli setzte das fort, womit der Juni bereits begonnen hatte. Der Juli 2010 war gesamtschweizerisch deutlich zu warm und u.a. im Raum Bern auch sehr trocken.

In Muri b. Bern betrug der Temperaturüberschuss knapp 3 °C. An rekordverdächtigen 13 Tagen wurden Maximaltemperaturen über 30 °C gemessen. Mit 53 mm fiel nur rund die Hälfte des sonst üblichen Niederschlags. Die ausserordentliche Hitzewelle und Trockenheit hinterliess auch Spuren in der Vegetation. Mancherorts wurden die Wiesen braun und tiefe Risse zeigten sich im Boden.

An den wenigen Gewittertagen bot sich immer wieder ein ähnliches Bild. Die Gewitter entstanden oft in den westlichen Voralpen, zogen über das Emmental/Entlebuch, die Zentralschweiz in die Ostschweiz. Das westliche Mittelland blieb dabei oft trocken. So erstaunt es nicht, dass in den Zugbahnen der Gewitter das Niederschlagssoll erreicht bist teilweise deutlich übertroffen wurde, während andernorts ein grosses Defizit herrscht. Im Seeland sind teils weniger als 15% des Solls gefallen, hingegen Luzern erhielt über 180 Prozent der normalen Julisumme (Quelle: meteoschweiz). Erst am 22. brachte ein Wetterumschwung verbreitet Regen.

Schweizweit war der Juli rund 3 °C zu warm, die erste Julihälfte sogar 5 °C.

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

01 Juli 10 - 13:03Juni 2010 zu warm, zu trocken und ausserordentlich gewitterarm

Manch einer mag die 'kühle' erste Hälfte des Junis in Erinnerung haben. Viele haben gestöhnt, es sei ungewöhnlich kalt und sich gefragt wo denn der Sommer bleibe.

Lässt man sich aber statt von Gefühlen von unbestechlichen Zahlen leiten, zeigen die ein anderes Bild. Der Juni war in Muri bei Bern mit rund 2.1 °C Abweichung deutlich zu warm. Regen fiel mit knapp 80 mm auch nur gut 60%. Die Sonnenscheindauer mit etwas über 200 h war hingegen ziemlich genau im Mittel. Die Temperaturabweichung war nicht erst durch die heisse zweite Monatshälfte gegeben. Das Wetter präsentierte sich in der kühlen Phase eben auch nicht so kühl, sondern selbst dann leicht zu warm! So können Gefühle täuschen. Die letzten Jahre waren geprägt von sehr warmen Sommerphasen. Dies bleibt in Erinnerung, und so meint mancher die Sommer müssten bei uns immer heiss sein und vergisst, dass wir uns nicht in Süditalien sondern in der gemässigten Klimaregion der Schweiz befinden wo kühle Phasen im Sommer dazu gehören.

Auch in der übrigen Schweiz war der Juni zu warm. In den meisten Teilen auch zu trocken. Im östlichen Mittelland und teilweise auf der Alpensüdseite waren die Niederschlagssummen überdurchschnittlich. Für den Osten ist dies vor allem auf ein Ereignis am 17.-18. Juni 2010 zurückzuführen wo an einzelnen Orten Regenmengen fielen die dem Monatsdurchschnitt entsprechen. Vom 12. - 22. Juni dauerte die Schafskälte an mit kühlem und trübem Wetter. Diese Wettererscheinung tritt regelmässig zu dieser Zeit auf. Dass es teilweise bis unter 1000 m schneit ist dabei nichts aussergewöhnliches. Schnee gab es dieses Jahr während dieser Zeit nicht sonderlich viel in den Bergen. Vor allem in der Westschweiz blieb es bei einem Schäumchen.

Was zudem auffällt ist die Gewitterarmut in der ersten Jahreshälfte. Ich kann mich nicht erinnern, je ein Jahr erlebt zu haben, wo ich so wenige Gewitter in der ersten Jahreshälfte beobachtet hatte. Die beobachteten Blitze am Tag lassen sich an einer Hand abzählen, in der Nacht war es sogar eine Nullnummer. Letztes Jahr waren um diese Zeit schon einige Blitzbilder im Kasten. Dass es wenige Gewitter gab, liegt an den stabilen Grosswetterlagen. Zuerst war es eher kühl mit wenig Konvergenz. Niederschläge waren mehr stratiform. Dann wurde es heiss, aber auch trocken. Die Feuchtigkeit fehlte zur Gewitterauslösung oder es gab keinen Trigger. Das trockenwarme Wetter wird auch in den kommenden Tagen anhalten. Ausser ein paar vereinzelten Wärmegewittern ist nicht viel zu erwarten. Die Saison ist ja noch lang und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt doch noch ein paar schöne Gewitter erhaschen zu können.

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

22 Juni 10 - 11:11Schafskälte im Juni und doch zu warm

Viele Leute jammern, der Juni sei kalt und fragen sich wo der Sommer bleibt. Durch die vielen Jahre in dnenen der Sommer bei uns durch die Klimaerwärmung teils deutlich zu warm ausfiel, haben sich offenbar einige an heisse Sommer gewöhnt. Der Juni ist bis jetzt nämlich nicht zu kalt sondern zu warm! In Muri beträgt der Temperaturüberschuss trotz Schafskälte bis am 21.6.2010 +1.2 °. Kühle Naächte gehören zum JNuni, so wie auch die Schafskälte wo es teilweise bis auf 1000 m schneien kann. Die diesjährige Schafskälte ist auch nicht eine besonders strenge. In den Westalpen liegt kaum Neuschnee

Die Niederschläge liegen in Muri bei Bern bis jetzt auch ziemlich in der Norm. Wenn die Prognosen stimmen und nur noch wenig Niederschlag bis zum Monatsende fallen sollte, wird der Juni hier sogar zu trocken. Anders sieht die Lage in der Ostschweiz aus, wo in der Region Zürich gebietsweise die ganze Monatssumme innerhalb 24 h vom 17.-18. Juni 2010 fiel.

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

06 Juni 10 - 11:03Mai im Durchschnitt

Der Mai präsentierte sich im 2010 brav durchschnittlich. Der Niederschlag im Muri entsprach mit 116 mm 96% des Solls, die Temperaturabweichung war mit + 0.7 °C im normalen Rahmen. Dieses Bild zeigt sich bezüglich Temperatur in der ganzen Schweiz, wobei im Tessin leicht positive, in der Ostschweiz leicht negative Abweichungen festzustellen sind.Niederschlagsmässig war der Mai im Wallis und Bündnerland mit bis zu 300% Abweichung duetlich zu nass, in der Ostschweiz ist die Abweichung geringer. Zu trocken war es hingegen in Teilen der Westschweiz (Quelle: Meteoschweiz)

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

02 Mai 10 - 10:56Warmer und trockener April 2010

Der April 2010 fällt vor allem wieder einmal auf durch das grosse Niederschlagsdefizit und den Wärmeüberschuss.

In Muri fielen mit knapp 20 mm nur gut 20% des Monatssolls. Nordöstlich Bern fielen sogar weniger als 15% der Norm, am wenigsten von der ganzen Schweiz (Quelle: Meteoschweiz). Gegen Osten hin, v.a. im Bündnerland ist die Lage nicht so prekär, aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt.

Der Wärmeüberschuss ist auch beachtlich. In Muri bei Bern wurde eine Abweichung von +3.0 °C vom Soll registriert. Damit reiht sich der April in die regelässig zu warmen Frühlingsmonate der letzen Jahre ein. Der Überschuss ist noch nicht ganz so dramatisch wie in den Jahren 2009 und 2007 wo mehr als 3 °C bzw bis zu 7 °C überschuss registriert wurden!

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

03 Januar 10 - 11:30Nasser Dezember 2009

Der Dezember 2009 geht als zweitnassester Monat in Muri bei Bern in die Statistik ein. Mit 132 mm war er nur wenig trockener als der nasseste Monat im 2009, der Juli mit 141 mm. Die relative Abweichung von 63% ist die grösste, gefolgt vom Juli mit 30%. Diese beiden Monate waren die einzigen im Jahr 2009 mit positiver Abweichung. Alle anderenMonate waren zu trocken, vor allem der April mit nur 15 mm sogar deutlich zu trocken.

Der meiste Niederschlag fiel vom 29.12. bis zum 31. Dezember. Insgesamt kamen 35.4 mm innerhalb von 48 Stunden vom Himmel.

Der Dezember konnte ein Jahresdefizit nicht verhindern. es fehlen über 300 mm oder knapp 30% bis zum Soll (Vergleichsbasis: Bern Liebefeld)

Monatsniederschläge im Jahr 2009

- Wetter - Kein Kommentar / Keine Trackbacks - §

03 Januar 10 - 10:49Wetterstation Muri neu mit Regenmesserheizung

Die Pläne für die neue Regenmesserheizung liegen schon seit rund 4 Jahren rum. Nun endlich habe ich die Staubschicht entfernt, und einen Prototypen der Heizung konstruiert, die seit dem 28.12.09 im Einsatz steht. Die Heizung hat am 2.1.2010 bereits 0.6 mm Schnee bei -1°C bis -2°C geschmolzen. Seither warte ich sehnlichst auf Schnee um die Regenmesserheizung weiter testen zu können.

Die Heizung ist mit einem Regler ausgestattet, der die Trichtertemperatur misst und die Heizung nur bei Bedarf einschaltet. Dadurch wird der Trichter nicht überhitzt, was sonst zu Verdunstung des Niederschlags führt,  so wie das bei der original Davis Heizung oft der Fall ist. Die Wärme wird primär durch Strahlung an den Trichter abgegeben und weniger durch Konvektion wie bei der original Heizung mit Heizwiderstand. Dadurch wird eine gleichmässigere Erwärmung erreicht und die Reaktionszeit vermindert. Ein weiterer Sensor prüft, ob Niederschlag vorhanden ist und schaltet die Heizung nur ein wenn es auch wirklich schneit.

Die Heizung hat eine Leistung von 24 W, wobei bis zu 30 W möglich sind (in Spezialausführung auch mehr). Im Standby liegt die Leistungsaufnahme unter 1 W (hohe Aussentemperatur), in Bereitschaft bei rund 1 W (tiefe Aussentemperatur, aber kein Niederschlag). Eine Speisung per Solar mit genügend grossen Batterien wäre technisch denkbar. Momentan wird sie aber durch ein Schaltnetzteil gespiesen.

- Allgemein - ein Kommentar / Keine Trackbacks - §